Anbieter Vergleich
StartseiteKrankenversicherungVorsorgeVersicherungenFinanzenSonstiges
Sie befinden sich hier: Vorsorge > Britische Lebensversicherung 

Anbieter Vergleich Britische Lebensversicherung (BLV)

Risiko oder Chance – Britische Lebensversicherungen

Auch die britischen Versicherungsgesellschaften müssen sich dem Recht der Europäischen Union beugen und etwa zwei Drittel der getätigten Einlagen in sicheren Anlageformen unterbringen. Dennoch besitzen sie eine deutlich höhere Flexibilität bei den verschiedenen Anlagen. Sie können Kraft des britischen Versicherungsrechts auch in risikobehaftete Aktienmärkte und in Waren- Termin- Geschäfte investieren. Dort sind vor allem kurz- und mittelfristig deutlich höhere Renditen zu erwirtschaften. Doch auch das damit verbundene Risiko eines Totalverlustes ist deutlich erhöht. Deshalb gewähren die Briten ihren Versicherten auch kaum Garantien hinsichtlich der Rückkaufswerte und bieten auch bei den Ablaufleistungen deutlich niedrigere garantierte Leistungen an. Dadurch erhöht sich ihre Entscheidungsfreiheit bezüglich der mit den eingezahlten Beiträgen zu tätigenden Investitionen und Anlagegeschäfte sehr deutlich. Bieten sie ihre Verträge auf dem deutschen Markt an, müssen sie sich an das in Deutschland gültige Recht halten und sowohl die Rücklaufswerte als auch eine gewisse Höhe der Ablaufleistungen vertraglich zusichern. Was darüber hinaus geht, ist für den Anleger ein rein spekulatives Geschäft, was vor allem kurzfristig häufig gute Renditen bringt. Langfristig gestaltet sich die Lage anders. Vor allem wenn man die in Deutschland gängigen Laufzeiten von mehreren Jahrzehnten zugrunde legt. Niemand kann heute schon sagen, wie sich der Aktienmarkt in den nächsten Jahrzehnten entwickelt. Man muss also von vornherein einplanen, dass man das über die garantierte Ablaufleistung hinaus angesparte Vermögen unter Umständen komplett verlieren könnte. Die britischen Versicherer entscheiden allein und ohne gesetzliche Reglementierung, welchen Anteil sie in guten Jahren an ihre Versicherten ausschütten und welcher Teil der Renditen in eine Rücklage eingestellt wird, aus der man später Verluste ausgleichen kann. Allein aus Gründen der Wettbewerbsfähigkeit wird der Anteil der Rückstellungen immer deutlich höher sein, als der Anteil der auszuschüttenden Gewinne. Bei den durch die Makler vorgelegten Modellrechnungen sollte man immer berücksichtigen, dass für den Abschluss anfallenden Kosten dort nicht eingearbeitet wurden. Sie werden häufig auf die ersten fünf Versicherungsjahre verteilt und wirken sich teils deutlich auf die offerierten Rückkaufswerte aus. Was für Kunden der britischen Lebensversicherungen, die nicht in Großbritannien wohnen, zum großen Problem werden könnte, ist die gesetzliche Regelung zum „Policyholder Protection Act“, der die britischen Kunden schützt, wenn einer der Versicherungsgesellschaften in Insolvenz gehen sollte. Dieser Schutz greift bei Kunden im Ausland nämlich nicht, wie Schadensfälle aus den letzten Jahren gezeigt haben. Die ausländischen Kunden gingen leer aus, was eine Untersuchungskommission der Europäischen Union auf den Plan rief. Eine gesetzliche Neuregelung führte zum „Financial Services Compensation Scheme“ und sorgt dafür, dass zumindest 90 Prozent des bereinigten Rückkaufwertes zum Zeitpunkt der Insolvenz des Versicherers ausgezahlt werden können. Fazit all dieser Fakten ist, dass man mit der Wahl einer britischen Lebensversicherung sehr viel Geld bekommen, aber auch sehr viel Geld verlieren kann. Kurzfristige Verträge gelten hierbei als deutlich sicherer als die in Deutschland weit verbreiteten extrem langfristigen Verträge. Vergessen sollte man dabei allerdings nicht, dass die kurzfristigen Lebensversicherungen unter Umständen im deutschen Steuerrecht unter die Rublik Spekulationsgeschäfte fallen. Die Einnahmen aus britischen Lebensversicherungen für Bürger der Bundesrepublik Deutschland sind auf jeden Fall als Einkommen mit zu versteuern. Die Englische Versicherung sollte daher gut durchgerechnet werden.

Anzeige

KarstadtQuelle Versicherungen